Ein Erfolg: der Arbeitseinsatz am Waggonaufzug!

Die gemeinsame Aktion vom Geocachern, der Initiative „Unser Finowkanal„, den Mitgliedern vom Eberswalder Heimatkundeverein und der unterstützenden Eberswalder Feuerwehr war sehr erfolgreich. Es wurde rund um den Aufzug Müll (etwa drei LKW-Ladungen) gesammelt, die Treppe am Aufzug wieder freigelegt und die Grube unten teilweise leergepumpt (das wird wohl nicht von Dauer sein). Aber immerhin war die eigentliche Waggonbühne seit langen Jahren mal wieder sichtbar und konnte von dem ganzen Unrat befreit werden. Eigentlich wäre noch Arbeit für zwei, drei weitere Einsätze, aber ein Anfang ist gemacht. Ich bin gespannt auf die Berichte von der Märkischen Oderzeitung und dem Ostdeutschen Fernsehen, deren Medienvertreter waren jeweils kurz vor Ort.

Vielen Dank an alle fleißigen Helfer! Unten gibt es ein paar Eindrücke vom Arbeitseinsatz.

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Fotos vor dem Arbeitseinsatz

Die Vorbereitungen zum Arbeitseinsatz am 15.11.2014 kommen gut voran, es haben sich viele Helfer aus unterschiedlichen Bereichen angemeldet. Beteiligt sind unter anderem: die Initiative „Unser Finowkanal„, dem Eberswalder Heimatkundeverein, der Bauhof der Stadt Eberswalde und einige Geocacher. Der Bauhof der Stadt Eberswalde hat im unteren Bereich bereits einige Freischnitt-Arbeiten erledigt, das Bauwerk ist wieder sichtbar. Dennoch bleibt am kommenden Sonnabend viel zu tun, hoffentlich unterstützt uns auch das Wetter…

historische Karte vom WSA Eberswalde

Karte vom WSA Eberswalde

Diese historische Karte vom WSA Eberswalde bzw. den jeweiligen Vorgängerbehörden hat eigentlich den Schwerpunkt auf der Darstellung des Wasserweges. Aber die Dimensionen vom Werksgelände sind gut erkennbar, der Waggonaufzug fehlt aber noch. Die Karte wurde mir in digitaler Form von Andreas Preuß zur Verfügung gestellt, er ist der Autor der Webseite www.oder-havel-kanal.de. Vielen Dank!

Ergänzungen im Bereich „andere Aufzüge“

Zu dem Waggonaufzug vom Anhalter Bahnhof habe ich sowohl per Email Hinweise mit gescannten Bauakten erhalten, aber auf eigene Literaturrecherchen betrieben. Daher wurde der entsprechende Bereich der Seite „andere Aufzüge“ im Unterpunkt 6 etwas aktualisiert.

Aufräumen am Waggonaufzug: 15.11.2014

Müll im oberen Bereich. Foto mit freundlicher Genehmigung von Hartmut Ginnow-Merkert

Müll im oberen Bereich. Foto mit freundlicher Genehmigung von Hartmut Ginnow-Merkert

Bei jedem meiner Besuche am Aufzug wurde der Zustand schlechter. Müll, Müll, und natürlich auch der zunehmende Bewuchs mit seinen Auswirkungen…

Dank der Initiative des relativ jungen Vereins „Unser Finowkanal“ soll diesem Umstand nun abgeholfen werden. In Abstimmung mit der Stadt und dem Eigentümer des Geländes ist nun ein Termin gefunden, an dem der Müll gesammelt und entsorgt werden soll. Die Stadt Eberswalde sorgt für die Müllentsorgung und übernimmt gleichzeitig mit den Mitarbeitern vom Bauhof auch einen Freischnitt des Aufzuges.

Müll im unteren Bereich. Foto mit freundlicher Genehmigung von Hartmut Ginnow-Merkert

Müll im unteren Bereich. Foto mit freundlicher Genehmigung von Hartmut Ginnow-Merkert

Ich bin gespannt, wie viele Helfer dort vor Ort sein werden und wie der Waggonaufzug dann hinterher aussieht… Und natürlich werde ich auch anfassen und Fotos machen, die dann hier wieder auftauchen.

Das Modell im Museum

Zum Glück ist das Modell des Aufzuges nicht im Depot eingelagert worden, sondern in die neue Ausstellung integriert worden. Das Museum leistet den Spagat, die Eberswalder Geschichte von der Frühzeit bis zur Gegenwart darzustellen. Natürlich kann aufgrund der Vielfalt der Themen nicht jede Epoche bzw. jedes wichtige Industrieunternehmen aus der Vergangenheit tiefgehend dargestellt werden. Aber man bekommt einen Eindruck zur historischen Bedeutung von Eberswalde… Eigentlich wollte ich hier auch ein Video vom funktionierenden Modell einbinden, aber es gab da ein paar technische Probleme… Die Fotos vermitteln ja vielleicht auch einen Eindruck, bzw. ein Besuch im Museum ermöglicht das eigene Erleben.

Seitenansicht des Modells

Das Modell des Aufzuges in der Ausstellung.

Der Waggonaufzug aus der Sicht der Hufnagelfabrik.

Im oberen und unteren Anschlußbereich wurden auch die Drehscheiben nachgebildet, hier ist die untere Drehscheibe zu sehen. Im Hintergrund befinden sich andere Ausstellungsstücke.

Der Aufzug in Betrieb

Der Aufzug lässt sich über einen Taster bedienen, die Hebebühne fährt dann hoch oder runter. Natürlich deutlich schneller als beim Vorbild.

Verpackung und Hufnägel aus der Zeit des VEB-Werks

Im Depot des Museums fanden sich noch Hufnägel aus der VEB-Zeit des Werkes. Die Nägel sind in einem deutlich besseren Zustand als die Nägel in meinem Bestand

Fotos vom Modell des Aufzuges

Die Ansicht auf das Modell von "Nordosten", Foto mit freundlicher Genehmigung von Christoph Scholz

Der Aufzug von der Nordostseite gesehen, Foto mit freundlicher Genehmigung von Christoph Scholz

Seitenansicht des Aufzuges, Foto von Christoph Scholz

Modell des Aufzuges von der „Westseite“ Foto von Christoph Scholz

 

Das Eberswalder Museum hat den Aufzug als Modell nachbauen lassen, der Erbauer Christoph Scholz aus Eberswalde war so freundlich, diese beiden Fotos für diese Webseite zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank für das Modell und die Fotos! Die Ausstellung im Museum wird gerade umgestaltet, hoffentlich findet das funktionsfähige Modell einen Platz in der Dauerausstellung und verschwindet nicht im Depot…

Neue Literatur im Jahr 2014

Im aktuellen Jahrbuch des „Verein für Heimatkunde zu Eberswalde e.V.“ ist der Aufzug wieder Gegenstand eines Artikels. Christoph Scholz aus Eberswalde ist einerseits in den Eberswalder Bauakten fündig geworden und hat eine ausführliche Funktionsbeschreibung aus den Akten zitieren können, zudem baut er den Aufzug im Maßstab 1:87 für das Eberswalder Museum nach. Besonders interessant ist die Bautiefe unter dem Aufzug, der Hebekolben der Hydraulik reicht genauso tief in das Erdreich, wie der überwundene Höhenunterschied über der Erde.

Historische Ansicht auf das Werk und den Kanal (Update 15.04.2014)

Blick auf die Hufnagelfabrik

 

Eine historische Postkarte aus der Sammlung von Andreas Preuß, hier sind die Dimensionen der damaligen Gebäude gut erkennbar.

 

Update 15.04.2014: Zum Vergleich mal eine Ansicht von einem ähnlichen Blickwinkel. Leider war ein Foto vom exakt dem gleichen Standort nicht möglich, weil der Bahndamm inzwischen komplett bewachsen ist.

P1050148

Weblink: alte Industrie in Eberswalde

Eberswalde hat viele Industrieruinen zu bieten, auch wenn einige davon so nach und nach verschwinden oder bereits komplett abgerissen und eingeebnet wurden (die Chemische Fabrik Finowtal zum Beispiel). Knut Göritz unternimmt viele Fotostreifzüge durch Eberswalde, die Ergebnisse sind hier zu finden:

http://eberschnappschuss.blogspot.de

Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!