Aufzug im Anhalter Güterbahnhof Berlin

Der Bereich „andere Aufzüge“ hat mit dem Punkt 6. eine interessante Erweiterung erhalten:

Auf dem Geländes des Anhalter Güterbahnhofs in Berlin befand sich ebenfalls ein Waggonaufzug, der relativ ausführlich in den Berliner Zentralblatt der Bauverwaltung dokumentiert wurde. Das Antriebsprinzip ähnelt dem Aufzug in Eberwalde, nur wurde hier ein massives Gebäude errichtet.

Teil 1 im Heft 2 aus dem Jahr 1882, Seite 29-30

Teil 2 im Heft 6 aus dem Jahr 1882, Seite 50-51

Das das Gelände nach dem zweiten Weltkrieg weitestgehend ungenutzt bliebt, erfolgten umfangreiche Abrissmassnahmen, ich gehe davon aus, das der Aufzug nicht mehr aufzufinden ist. Heute befindet sich auf dem Gelände das Berliner Tempodrom, eine Schule, sowie Wohn- und Geschäftsgebäude.

Herzlichen Dank an Norbert Heintze von www.eiskeller-brandenburg.de für den Hinweis. Schön, das sich die Interessenten von diesen Nischenthemen so gegenseitig helfen!

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Gleispläne aus dem Jahr 1940

Der hier in einer Übersicht und zwei Detailansichten dargestellte Gleisplan aus dem Jahr 1940 wurde von Herrn Martin Jarisch von den Oberbarnimer Eisenbahnfreunden zur Verfügung gestellt. In dem letzten Detailplan sind die obere Drehscheibe und kurze Abstellgleise gut erkennbar, leider wurde die untere Gleislage nicht dargestellt.

Wenn man heute im oberen Bereich des Waggonaufzuges sucht, sind noch einige Gleisreste zu entdecken. Diese sind jedoch vollständig durch Bäume überwachsen und müssen teilweise „ausgegraben“ werden.

Karte aus der Nachwendezeit

Karte1990erDieser Kartenausschnitt stammt aus der unmittelbaren Zeit nach der Wiedervereinigung, die Anzeigen der Werbekunden enthalten noch die vierstelligen Postleitzahlen. Da die fünfstelligen Postleitzahlen 1993 eingeführt wurden, ist diese Karte also aus der kurzen Zeit zwischen 1990 und 1993. Das Gelände der ehemaligen Fabrik ist detaillierter als 1985 dargestellt, eine Zufahrt ist ebenfalls vorhanden. In den Gebäuden hatten sich ein Discounter und etwas Kleingewerbe angesiedelt, es erfolgten aber keine größeren Investitionen mehr. Bereits 1995 war das Gelände ohne Mieter oder Nutzer, die verlassenen Fabrikhallen verfielen.

Danke wieder an Hendrik für die Karte.

 

Karte aus dem Jahr 1985

Karte1985

 

Wer das Buch „auf der Strasse des Fortschritts“  (bei Amazon) gelesen hat, der weiß das in der DDR die Karten stark „vereinfacht“ wurden. Das trifft auch auf diesen Plan aus dem Jahr 1985 zu, der ursprünglich aus dem Jahr 1979 stammt. Es handelt sich lediglich um eine weitere Auflage, die ohne Änderungen zu der Vorgängerversion gedruckt wurde. Die Vereinfachung ganz konkret: das Fabrikgelände wurde als Fläche gekennzeichnet, auf die Darstellung der einzelnen Gebäude wurde verzichtet. Ebenso ist völlig unklar, wie das Gelände erreicht werden kann, es gibt keinen Straßen- und keinen Gleisanschluss.

Der Name „Möller&Schreiber“ hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn mehr, das Gelände wurde vom VEB WTB (Waren täglicher Bedarf) genutzt.

Herzlichen Dank an Hendrik für die Bereitstellung des Materials.

Historische Karten – 3

P1020280

Eine Karte aus dem Jahr 1910, der Oder-Havel-Kanal (hier nicht dargestellt) wird auf der Karte noch als „im Bau“ gekennzeichnet. Die Karte richtet sich Touristen, Schwerpunkte der Informationen und Werbeflächen sind also Lokale, Hotels und Sehenswürdigkeiten, nicht die Industrieanlagen.

Luftbild April 1945

Als Ergänzung zu den Karten in den letzten Beiträgen gibt es hier ein historisches Luftbild. Der Scan wurde mir von der Luftbilddatenbank zur Verfügung gestellt, Basis ist das Negativ einer alliierten Luftbildaufnahme, die im April 1945 aufgenommen wurde.

Den Ausschnitt habe ich aus einer deutlichen größeren Aufnahme rausgeschnitten und mich auf den Bereich Park, Villa und Fabrikgelände konzentriert.

Luftbild-1945-mit-Kommentaren Luftbild-1945-unkommentiertDie Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Luftbilddatenbank. Vielen Dank dafür!

Historische Karten – 2

Aus dem Jahr 1928 habe ich noch einen Stadtplan gefunden, auch hier wieder ein Ausschnitt für das Fabrikgelände. Hier ist auch gut erkennbar, das südwestlich vom Fabrikgelände ein ausgedehnter Park angelegt war. Deutlich wird auch die dichte Bebauung des Areals am Finowkanal und die beiden Hafennischen für die Frachtkähne.

Stadtplan1928

Historische Karten – 1

Unter der Webseite der Harold B. Lee Libary gibt es einen Bereich mit historischen topografischen Karten. Ein Ausschnitt aus der Topokarte für Eberswalde zeigt das Gelände mit der Hufnagelfabrik und den Gebäuden.

Topokarte-EW