Status am 12.11.2016

Nachdem die ersten Fröste vom Winter 2016/2017 die Blätter von den Bäumen „geholt“ haben, war die Gelegenheit günstig, hier ein paar Fotos zu machen. Habe auch mal mit der Panoramafunktion vom Smartphone gespielt und die Ergebnisse hier eingebaut. Ansonsten frisst der Rost sich weiter durchs Bauwerk, erfreulicherweise ist sehr wenig Müll vorhanden!

 

Eindrücke vom 14.05.2016

 

Ein paar Eindrücke vom heutigen Tage… Der Verfall ist schleichend, aber doch sichtbar: Das kleine Wellblechhäuschen rund um die Pumpe wird immer schwächer, die alten Holzschwellen oben verlieren ihre Substanz. Eigentlich erstaunlich, wie lange die Gewichte schon oben sind, die werden ja nur durch die alten Seile gehalten…

für den Finowkanal

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Der Finowkanal hat eine lange und beeindruckende Geschichte, allerdings ist es gerade unklar, ob er noch eine Zukunft hat.

Der Bund als Eigentümer hat kein Interesse an dieser Wasserstraße, weil sie für modernen Güterverkehr schon lange nicht geeignet ist und touristische Nutzung bisher keinen Stellenwert im Bundesverkehrsministerium hat.

Die Anliegergemeinden können sich mit dem gegenwärtigen Eigentümer und auch untereinander bzgl. der Übernahmekonditionen und der künftigen Nutzung nicht einigen.

Es gibt aber einige Möglichkeiten, als Bürger seine jeweilige Gemeindeverwaltung/Stadtverwaltung zu beeinflußen:

  1. die Mitwirkung in der Initiative „Unser Finowkanal“
  2. eine Zeichnung der Unterschriftenkampagne zum Erhalt des Finowkanals
  3. direkte Gespräche mit seinen jeweiligen Volksvertretern

Andere Kanalreviere in Europa machen vor, wie eine Nutzung von/mit/für die Region aussehen könnte, da müssen sich nur die richtigen Dinge abgeschaut werden….

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Hinweise zu anderen Aufzügen

Zwei Leser dieser Webseite haben mich angeschrieben und mir Hinweise zu ähnlichen Bauwerken geschickt, die ich hier gerne veröffentliche:

  1. Waggon-Aufzug in Frankfurt am Main. Siehe Zeitschrift für Bauwesen 1891, Seite. 248-249 und Tafel 26. Hier wird ein Aufzug beschrieben, der große Ähnlichkeit mit dem Eberswalder Aufzug hat: Stahlfachwerk, Hydraulikantrieb, die Hubhöhe liegt bei 5,5 Metern. Aber im Unterschied zu Eberswalde wurde im Frankfurter Aufzug Wasser als Hydraulikflüssigkeit verwendet und nicht Öl. Deutlich wird auch, dass solche Bauwerke schon mehr als 10 Jahre vor der Projektierung des Eberswalder Aufzuges im Praxiseinsatz waren.
    http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2010/8972/pdf/ZfB_1891_04-06.pdf 
  2. Waggon-Aufzug in Wien. Siehe Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereines 1900, S. 357-364. Der Aufzug in Wien war ein Doppelaufzug in einem massiven Gebäude, der Antrieb erfolgt mit Elektromotoren (jeweils 40 PS) und entsprechenden Getrieben. Der Autor war auch der Konstrukteur und Hersteller des Aufzuges, er vergleicht sein Bauwerk sehr wohlwollend mit dem Aufzug in Frankfurt/Main.
    https://opus4.kobv.de/opus4-btu/frontdoor/index/index/docId/2691
  3. Ein niederländischer Stummfilm zeigt in den Minuten 26 bis 29 den Lorentransport in einem Steinbruch für Basaltgestein, hier wird eine Seilbahn auf schiefer Ebene genutzt, um den Höhenunterschied zu überwinden: http://www.europeana.eu/portal/record/08614/cat5952.html?start=1&query=*%3A*&startPage=1&qf=frankfurt&qf=Basalt&qt=false&rows=24

 

Herzlichen Dank für die Hinweise an die Leser dieser Seite!

Fotos bei Wikimedia und ein Video vom Modell im Heimatmuseum

Ab und an lohnt es sich, den Wikipedia-Artikel zum Waggonaufzug zu besuchen, um nach Änderungen zu suchen. Dort bzw. in der Wikimedia finden sich inzwischen ganz viele Fotos, die viele Details vom aktuellen Zustand des Aufzuges zeigen. Bitte hier entlang.

Vom Modell des Aufzuges im Heimatmuseum Eberswalde habe ich ein kleines Video gemacht:

 

Pressebericht zur aktuellen Entwicklung am Aufzug

Die Enthüllung des Informationsschildes und die anschließende Geschichtswanderung hat viel Interesse gefunden, etwa 70 Personen waren vor Ort und neugierig auf die Historie ihrer Heimat.

Die „Märkische Oderzeitung“ berichtet und die Initiative Finowkanal bei Facebook einige Eindrücke zur Verfügung gestellt.

Info-Schild am Waggonaufzug

Tafel

 

Der Initiative Unser Finowkanal ist es zu verdanken, das am Waggonaufzug in Kürze ein Informationsschild für interessierte Besucher vorhanden ist.

Das Schild wird am 14.03.2015 um 10:00 Uhr offiziell eingeweiht, direkt im Anschluß erfolgt eine „FinowkanalGeschichtenWanderung„, auch organisiert durch die Initiative.

Fotos aus dem Jahr 1985

 

Herr Scheutzow aus Eberswalde hat mir diese Fotos aus seiner Sammlung für die Veröffentlichung hier zur Verfügung gestellt. Alle Urheberrechte liegen bei ihm. Die Fotos zeigen sehr gut die Nutzung der alten Fabrikgebäude durch die staatliche Handelsorganisation WTB (Waren täglichen Bedarfs) der DDR.

Fotos nach dem Arbeitseinsatz

Durch die Arbeiten am Aufzug werden einige Details sichtbar, die durch Müll, Bewuchs oder eben durch das Wasser in der Grube nicht erkennbar bzw. nicht so zugänglich waren.

Ich habe mal ein paar Fotos gemacht, hatte allerdings nur ein Weitwinkelobjektiv dabei… Ein weiterer Fotobesuch wird also stattfinden.

kleine Presseschau

Die Fotogalerie auf www.moz.de

Der Video/Textbeitrag vom Ostdeutschen Fernsehen

Die Initiative „Unser Finowkanal“ hat bei Facebook eine Fotogalerie zur Verfügung gestellt

Der Heimatkundeverein Eberswalde hat auch einen Bericht mit Fotos auf seiner Homepage erstellt.